Pflegestützpunkte – Anlaufstellen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen
Die AWO Eppelheim hatte alle Einrichtungen und Sozialverbände, die in Eppelheim mit dem Bereich Pflege befasst sind, zu einem Informationsaustausch zum Thema „Pflegestützpunkte“ eingeladen.
Als kompetente Referentinnen konnte die stellvertretende Kreisvorsitzende der AWO Rhein-Neckar, Renate Schmidt, Karola Marg vom Pflegestützpunkt Weinheim und Gabriele Bandt von der Altenfachberatung des Rhein-Neckar-Kreis begrüßen.
Seit Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes am 01. Juli 2008 ist der Aufbau von Pflegestützpunkten möglich.
Finanziert werden Pflegestützpunkte zu gleichen Teilen von den Land- oder Stadtkreisen als auch von den Pflege- und Krankenkassen.
Inhaltlicher Schwerpunkt der Pflegestützpunkte ist die trägerunabhängige, neutrale Beratung rund um das Thema Pflege.
Viele Fragen entstehen, wenn sich Pflegebedürftigkeit anbahnt oder verschlimmert: Welche Hilfen gibt es? Wie komme ich an diese Hilfen? Wie wird Pflege finanziert? Wo beantrage ich welche Leistungen? Wer hilft bei der Antragstellung? Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Pflegestützpunkte beraten kostenfrei und koordinieren die Hilfen lösungsorientiert und zielgerichtet.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Vernetzung bestehender Pflegeeinrichtungen vor Ort. Angesichts der demografischen Herausforderung mit dem zunehmenden Pflegebedarf sind vor allem die Kommunen im Rahmen ihrer Daseinsvorsorge in der Verantwortung entsprechende Strukturen zu schaffen und diese auch stets weiter zu entwickeln, so Renate Schmidt. Neue Wohnformen wie z.B. Mehrgenerationenwohnen, betreute Wohngemeinschaften für demenzkranke Menschen aber auch der Ausbau von altem Wohnbestand in altersgerechte Wohnungen müssen Bestandteil einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung sein.
Aus dem Teilnehmerkreis kam der Wunsch nach einem Runden Tisch rund um die Pflege in Eppelheim, der von der Verwaltung aus koordiniert werden sollte.
Für Eppelheimer Bürger stehen die Außenstellen des Pflegestützpunkt Weinheim in Hockenheim (Tel. 06221/522-2623) oder Schwetzingen (06221/522-2621) mit dem Ansprechpartner Walter Klink zur Verfügung.