
Schuldnerberatung
– Wo erhalten betroffene Bürger Hilfe?
Anrufe und Hilferufe von
Bürgern unserer Stadt haben dazu geführt, dass sich die AWO
Eppelheim derzeit mit dem Thema Schuldnerberatung befasst. Die
Beratung für unsere Bürger liegt im Verantwortungsbereich des
Rhein-Neckar-Kreises, und wird im Auftrag von karitativen
Einrichtungen betreut.
Für Eppelheimer
bedeutet dies konkret, dass sie zunächst beim Landratsamt ein
Berechtigungsschein für eine Beratung beantragen müssen. Dies
betrifft vor allem ALG II-Empfänger. Hilfe in der Schuldnerberatung
ist also nur möglich, wenn gewisse Voraussetzungen vorhanden sind
um die stark begrenzten Kapazitäten und Möglichkeiten bei der
zuständigen Caritas Beratungsstelle in Schwetzingen in Anspruch zu
nehmen.
Die Situation ist
unbefriedigend, so AWO-Vorsitzende Elfi Thompson, denn in Eppelheim
haben wir einen verhältnismäßig hohen Anteil an ALG II-
Empfängern. Laut dem letzten Bericht der „Creditreform“ liegt
die Anzahl der überschuldeten Haushalte, die normale, also reguläre
finanzielle Verpflichtungen nicht mehr bewältigen können, in
Eppelheim sogar prozentual über dem Durchschnitt
Die AWO Eppelheim betrachtet diese Fakten und Entwicklung mit Sorge und ist entsprechend in Kontakt mit der Stadtverwaltung getreten. Wir hoffen auf eine Entwicklung und ein Angebot, bei dem Stadt und Kreis gemeinsam eine Lösung finden um den betroffenen Bürgern vor Ort effizient und schnell bei der Krisenbewältigung behilflich zu sein. Beispiele aus anderen Kommunen zeigen, dass dies durchaus möglich sein kann. Entsprechend plant die AWO Eppelheim auch eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Schuldnerberatung – ein Weg aus der Krise“, so Elfi Thompson abschließend.